Erkundungen am Epochenrand

Seit 2023 beleuchten wir in vielfältigen Formaten und Kooperationen die Denkfigur »Epochenrand«. Den Auftakt bildete die Tagung Erkundungen am Epochenrand I im März 2023 in Bonn. Hier ein Rückblick


Erste Termine in 2024:

Tagung Die Rechte der Natur ins Grundgesetz – eine Chance zur Transformation des anthropozentrischen Weltbildes. Veranstalter: Zentrum für Interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung Münster; Netzwerk Rechte der Natur e.V.; Institut für Theologische Zoologie e.V.. Münster, 1.-2. Februar 2024. Mit Dr. Hildegard Kurt und Dr. Andreas Weber wirkten zwei Team-Mitglieder des und.Instituts bei dieser Tagung mit.

Online-Kurs Wie finden wir zu Kulturen des Lebens? mit Dr. Hildegard Kurt und Dr. Nadja Rosmann. Veranstalter: evolve world. Freitags, 5. bis 26. April 2024, jeweils 19 – 21 Uhr, 4 Sessions.

Erfahrungswerkstatt Erkundung am Epochenrand: Wie finden wir in ein anderes Denken und Handeln? Mit einem gleichnamigen Eröffnungsimpuls (Dr. Hildegard Kurt), gefolgt von kreativen Prozessen zum Verlebendigen des Wahrnehmens, Denkens und Handelns. Veranstalter: Erd-Charta und erdfest-Initiative. Berlin, 20. April 2024, 11 – 18 Uhr.

Paneldiskussion und ko-kreativer Austausch Hat die Natur Recht?! Auch die Natur selbst wird bei diesem Austausch zu Wort kommen! Veranstalter: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Transferzentrum für Biodiversität Sachsen – BIOZENTRA, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und Netzwerk Rechte der Natur e.V. Moderiert von Dr. Hildegard Kurt im Auftrag des Netzwerks Rechte der Natur. Schloss Pillnitz, Dresden, 17. Mai 2024, 17 – 20 Uhr.

Erkundung am Epochenrand, Keynote von Dr. Hildegard Kurt beim 4. Grazer Grundschulkongress, Graz, Private Pädagogische Hochschule Augustinum, 2. Juli 2024.
 


Rückblick auf die Tagung Erkundungen am Epochenrand I, März 2023, Bonn:

In Kooperation mit dem Stadtmuseum Bonn, der Volkshochschule Bonn und Bonn im Wandel e.V. ludt das und.Institut im März 2023 zu Erkundungen am Epochenrand I in die Bonner VHS ein. Angesichts der Erderhitzung und weiterer ökologischer Verwerfungen ging diese »ZUsammenKUNFT« der Frage nach: Wo gibt es Ermutigendes, Inspirierendes, das Kraft spendet für konstruktives Handeln?

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse legen ein Mensch-Welt-Verhältnis nahe, das nicht mehr auf der Trennung von Mensch und Natur, Natur und Kultur beruht, sondern auf Zusammengehörigkeit und Verbundenheit. Von da aus erkundete die Tagung ein »kreatives Wir«, das auch nicht-menschliche Lebewesen mit umfasst. Im Programm fand sich das als Leitidee Vom Ding zum Du. Dabei stand Joseph Beuys zur Seite, dessen ästhetische Strategien für die Verwirklichung einer lebensdienlichen Welt bis heute inspirieren.

Auf welchen Arbeitsfeldern wird eine relationale, d.h. auf Beziehung basierende Weltsicht bereits praktiziert? Wo sind Ansätze, das, was bislang Natur genannt und vom Menschen getrennt wurde, was als Objekt, Ressource, Rohstoff, Ware galt, neu wahrzunehmen, neu zu erkennen – als Gegenüber, mit dem es gilt, in neue, partnerschaftliche Beziehungen zu treten?

Beiträge einiger Impulsgeber*innen zum Nachlesen:

Eröffnungsimpuls, Hildegard Kurt, und.Institut e.V.
»Vom Ding zum Du« im Rechtswesen, Christine Ax, Rechte der Natur e.V.
»Vom Ding zum Du« in der Landwirtschaft, Konstantin Pauly, KlimaHumus GmbH
»Vom Ding zum Du« in der Wirtschaft, Anne Berg, Gemeinwohlökonomie

Und hier zum Nachhören die Fishbowl-Erkundungen zum Epochenrand mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Katja Dörner und dem Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Uwe Schneidewind, moderiert von Dr. Uta Atzpodien, Team-Mitglied des und.Instituts.

Im Anschluss an die Tagung gab es im Ernst-Moritz-Arndt-Haus – es gehört zum Stadtmuseum Bonn – eine von den Themen der »ZUsammenKUNFT« inspirierte Lichtkunstarbeit Gregor Eisenmanns.

Die Tagung regte an, mitzuweben an einer neuen großen Erzählung, die ermutigt und Zukunftsgestaltungslust mobilisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ding oder Wesen? © Walbrodt. Entstanden für die ZUsammenKUNFT »Erkundungen am Epochenrand I«, März 2023, Bonn

»Vom Ding zum Du« in der Kunst. Erfahrungsprozess mit Hoernemann&Walbrodt im Rahmen der »Erkundungen am Epochenrand I«, Bonn, März 2023. Foto: Michael Felstau

»Erkundungen am Epochenrand I«: Offene Gesprächsrunde mit allen Impulsgebenden und allen Teilnehmenden. Auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Katja Dörner und der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal Uwe Schneidewind wirkten mit. Foto: Philip Stoll

Wünschenswerte Zukünfte entstehen aus einem wünschenswerten Miteinander. Daher erkundete diese ZUsammenKUNFT ein »kreatives Wir«. © Walbrodt

Lichtkunst von Gregor Eisenmann am Ernst-Moritz-Arndt-Haus zur Tagung »Erkundungen am Epochenrand I«. Bonn, März 2023. Foto: Uta Atzpodien

Träger der mitveranstaltenden erdfest-Initiative ist das und.Institut.