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und.jetzt Kunst Kultur Klimanotstand

und.jetzt! Kunst Kultur Klimanotstand war in wandelnden Veranstaltungsformaten 2022 in Wuppertal unterwegs, gemeinsam mit Akteur:innen der Wuppertaler Kunst und Kultur. Wie erleben wir den Klimanotstand? Wie kann Kunst den klimatischen, ökologischen und sozialen Krisen begegnen? Welche Rahmenbedingungen dienen einer lebensfreundlichen und ressourcenschonenden Kunstproduktion? Welche Prozesse der künstlerischen Praxis können wiederum Forschung, Wirtschaft und Politik zu neuen Lösungen inspirieren? Und welche Rolle spielt die Vielfalt unserer Gesellschaft, die Diversität dafür?

Weitere Infos zu und.jetzt! Kunst Kultur Klimanotstand:

https://linktr.ee/und.jetzt
https://fnwk.de/Themen/-undjetzt-Kunst-Kultur-Klimanotstand

 

In vielen Städten wurde bereits der Klimanotstand ausgerufen, in Wuppertal im März 2022. Und jetzt?! Was bedeutet das konkret für Kunst und Kultur in der Stadt?

Beim Barcamp am 27.5.2022 im INSEL e.V. war Eis als Akteur präsent. Foto: Zafer Ferhat

[plan · e] : planet erde

Partizipative Kunst- und Mitweltaktion, Wuppertal, 2021
Mehr denn je kommt es heute darauf an, die fortwährende Kommunikation des gesamten ökologischen Haushalts der Erde (Gaia) bei all unserem Tun mit einzubeziehen: das heißt, Menschen, aber auch Dinge, Tiere sowie Pflanzen als gemeinsam Handelnde und von ihrem Handeln Betroffene zu verstehen. Dafür war und ist mehr Wertschätzung der Menschen, der lebendigen Natur und der begrenzten Erde nötig.

Unsere offenen Kunstaktionen waren mit vielfältigen Workshops als interner Austausch, Erkundung und Vergewisserung eher nach innen gerichtet und mit den Ausstellungen der Kunstwerke im Café ADA, der Färberei und im Wuppertal Institut an unsere Mitmenschen in der Stadt gewandt.

Auf http://plan-e.earth/ und in den SocialMedia-Känalen finden sich weitere Informationen, Momentaufnahmen, Filme, auch zu den Kunstwerken, die auf der Erkundungsreise entstanden sind.

Flyer basierend auf Kunstwerken von Gisela Kettner und Mansa Sabaghian

Kernteam [plan · e]: Mansa Sabaghian, Michael Felstau, Uta Atzpodien

Erdfest 2018 mit der Gemeinschaft Schloss Tempelhof

Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof kam früh mit der erdfest-Idee in Berührung: während Hildegard Kurts Zeit als Dorfschreiberin im Sommer 2016, nachzulesen in Die neue Muse. Versuch über die Zukunftsfähigkeit (thinkOya 2017). Das erste »Erdfest« in und mit der Gemeinschaft Schloss Tempelhof (22. bis 24. Juni 2018) wurde vom und.Institut mitgestaltet. Wir danken der Cocreatio Stiftung für Kooperation und kollektive Entwicklung, der Kairos-Stiftung und der Selbach-Umwelt-Stiftung für die gewährte Förderung.

Hier ein Teaser zum Erdfest 2018 in Tempelhof (Video).

Humus auf den Feldern verteilen: Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof in Baden-Württemberg praktiziert eine »aufbauende« Landwirtschaft, bei der das Verlebendigen des Bodens zentral ist. Foto: Simon Harhues

ÄPfEL

»ÄPfEL« ausbuchstabiert ergibt Ästhetisches Programm fürs Emsland und war ein Gemeinschaftsprojekt der vier emsländischen Kunstschulen in Freren, Lingen, Meppen und Papenburg für 2017/2018 unter Mitwirkung des und.Instituts und gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.
Der Apfel mit seinem weiten Spektrum von Bedeutungen stand hier vor allem für prozessorientierte Kunstschularbeit im Bereich Ästhetische Bildung. Vor dem Horizont der Nachhaltigkeit erkundete das Programm ein neues Verständnis von Wachstum und von Entwicklung. Die Idee der Sozialen Plastik (Joseph Beuys) bietet dafür eine noch kaum erschlossene Ressource.     
Nach zwei Fortbildungen zur Sozialen Plastik im Januar und September 2017 führte Hildegard Kurt im Januar 2018 mit mehreren Schulklassen in Lingen und Papenburg Werkstätten zur Frage »Jeder Mensch ein Künstler?« durch. Im Juni 2018 waren die Kunstschule Lingen und die Kunstschule Zinnober in Papenburg als Initiativträger bei der erdfest-Premiere dabei, siehe den Beitrag dazu in der Lingener Tagespost (24. Juni 2018).

Hier ein Video von der Eröffnung des Programms im September 2017.

Der Apfel - seit dem Paradiesapfel Symbol für die Erde. Foto: Petra Wendholz

Impression vom Auftakt des ÄPfEL-Programms. Papenburg, September 2017. Foto: Petra Wendholz

Erkundungsreisen in Kulturen der Lebendigkeit

Vom Frühjahr 2015 bis Herbst 2017 bildete das Programm Erkundungsreisen in Kulturen der Lebendigkeit den Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Auftakt dazu war Lebendigkeit sei! Für eine Politik des Lebens. Ein Manifest für das Anthropozän von Andreas Weber und Hildegard Kurt. Von da aus erkundeten wir forschend, publizierend, mit Vorträgen, Lebendigkeitswerkstätten und anderen Praxisformaten das Leitbild Lebendigkeit als grundlegend für eine zukunftsfähige Zivilisation. Mehr dazu in diesem Archiv.

Unser herzlicher Dank gilt der Cocreatio-Stiftung für Kooperation und kollektive Entwicklung, der Kairos-Stiftung und der Selbach-Umwelt-Stiftung für die wunderbare Unterstützung.

Im Herbst 2017 mündeten die Erkundungsreisen in die ERDFEST-Initiative, gefördert vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Impression aus der Lebendigkeitswerkstatt "Erde" am 8. Juli 2017 im KlosterGut Schlehdorf eG, Bayern. Foto: Saro Ratter

Wartesaal AKTIV

Die Spielstätte des Berliner theater morgenstern befindet sich im Rathaus Friedenau, wo es seit Anfang 2016 auch eine Notunterkunft für geflüchtete Menschen gibt.

Von einer ersten Lebendigkeitswerkstatt Integration im Januar 2016 an hat sich eine enge Zusammenarbeit zwischen dem theater morgenstern und dem und.Institut entwickelt. Was uns verbindet ist die Idee, im geschützten Raum des Theaters über den Ist-Zustand hinaus spielerisch neue Möglichkeiten und Qualitäten des Miteinanders zu erproben und ko-kreativ Zukunft schaffende Handlungsansätze zu schaffen.

Jüngstes Ergebnis dieses Miteinanders ist Wartesaal AKTIV. Kunst und Theater mit Frauen ab 18 Jahren (Juni bis Oktober 2017). Vielleicht - hoffentlich - vermittelt diese Dokumentation etwas von der kreativen Intensität dieses Prozesses spüren.

Wir danken dem Paritätischen Bildungswerk Bundesverband, Kultur macht STARK - Bündnisse für Bildung und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung für ihre Förderung.

Wartesaal AKTIV: Wohin könnte meine Lebensreise gehen? Was möchte ich in meinem (inneren) Koffer mit dabei haben? Wovon möchte ich mich befreien? Foto: Hildegard Kurt

Erste Ergebnisse des Erkundens festhalten - zunächst an den Wänden des Theaterraumes. Foto: Hildegard Kurt

HERAKLES: 12 things to do

Wie geht Integration? Wie kann kulturelle Vielfalt als Reichtum erfahrbar werden? Wie sieht Prävention gegen Radikalisierungen konkret aus? Auf derlei brennende Fragen einer zum Zukunftsfähigkeit ringenden Gesellschaft praktiziert die Jugendgruppe des Berliner theater morgenstern Antworten. Denn hier fungiert das Theater als geschützter und zugleich freier Raum des Werdens und der Potenzialentfaltung.

Im ersten Halbjahr 2017 erarbeitete das und.Institut gemeinsam mit dem Theater HERAKLES: 12 things to do. Ausgangspunkt waren die Fragen: Was wären Heldentaten der Gegenwart? Gibt es eine Tat, die ich in meinem eigenen Umfeld setzen kann, eine kleine, präzise, kreative Tat, kraft derer die Welt vielleicht ein bisschen besser wird?

Parallel zur Erarbeitung des Bühnenstücks gab es eine »Werkstatt Lebenstat« auf der Grundlage des Erweiterten Kunstbegriffs (Beuys). Dort halfen kreative Prozesse, sich (neu) mit dem inneren Stern, der jede und jeden einzigartig macht, zu verbinden. Ein Motto dabei war »Kleine Tat - tiefe Bedeutung« (I Ging).
Im Ergebnis beschloss Mohammad, eine Freundlichkeitsoffensive in der U-Bahn zu starten, belebte Lilly gärtnernd eine verödete Straße, schwebt Aysooda ein Gesprächskreis »Religionen« vor … Und das Publikum erlebte bei der HERAKLES-Bühnenaufführung einen mitreißenden Theaterabend.   

Unter dem Titel Dorthin, wo ware Freiheit ist (PDF) erschien in der Jubiläumsausgabe der Zeitschrift Politische Ökologie (Sept. 2017) ein Porträt dieser Jugendtheatergruppe, verfasst von Hildegard Kurt.

 

HERAKLES. Bühnenaufführung, Berlin, April 2017. Foto: Peter C. Theis

HERAKLES. Foto: Peter C. Theis

HERAKLES. Abschluss der "Werkstatt Lebenstat". Foto: Daniel Koch

Across the pomegranate

Ein Sinnbild für die Arbeit mit dem Berliner theater morgenstern war und ist seit der ersten Lebendigkeitswerkstatt "Integration neu denken" Anfang 2016 der Granatapfel. Seinen Ursprung hat er in den Regionen, aus denen die Mehrheit der derzeit Geflüchteten stammt. Rund wie die Erde und rot wie das Blut verkörpert der Granatapfel einen Kosmos von Fragen und Bedeutungen, die für ein demokratisches, zukunftsvolles Miteinander in kultureller Vielfalt relevant sind. So etwa ist die überwältigende Pracht und lebenspendende Fülle in seinem Inneren von einer harten Schale umhüllt, die einem beim Öffnen größten Widerstand entgegen bringt. Wie können wir mit Blick auf den Reichtum kultureller Vielfalt lernen, Hindernisse und Widrigkeiten besser zu integrieren? Wie können wir als Gemeinwesen die oft so harten Schalen aus Meinungen, Positionen, Missverständnissen, Vorurteilen und Denkgewohnheiten durchdringen, um zu einem gedeihlichen Miteinander zu gelangen?

Derlei Fragen widmete sich 2016/2017 Across the Pomegranate, ein Begegnungsprozess mit geflüchteten Frauen und Berlinerinnen, gefördert vom Berliner Projektfonds für Kulturelle Bildung, dem Fonds Soziokultur sowie den Freundinnen und Freunden der Heinrich-Böll-Stiftung.
Die junge, aus dem Iran geflüchtete Schauspielerin Aysooda Mahroosi verfasste im Zuge dieses Geschehens den Text Vom Granatapfel (PDF).
Zur Dokumentation von "Across the Pomegranate".

Impression aus der Lebendigkeits-Werkstatt "Integration neu denken" mit dem theater morgenstern, Berlin, Januar 2016
Foto: Jaana Prüss

Impression aus dem Begegnungsprojekt Across the Pomegranate mit dem theater morgenstern, Berlin, 2016/2017.
Foto: Claudia Berg
Zur Dokumentation

 

Tankstelle für Lebenskunst

Seitdem es im Berliner Rathaus Friedenau neben der Spielstätte des theater morgenstern eine Notunterkunft für Geflüchtete gibt, erkundet das Theater verstärkt künstlerische Wege hin zu einem Zukunft stiftenden Miteinander in kultureller Vielfalt. Das und.Institut begleitet diesen Prozess, insbesondere mit Lebendigkeitswerkstätten. Aus der ersten dieser Werkstätten im Januar 2016 ging die Idee hervor, im Theater eine Tankstelle für Lebenskunst zu verorten - die seitdem mit vielfältigen Begegnungsprozessen und experimentellen Formaten das zivilgesellschaftliche Miteinander belebt. Hier ein Eindruck von der Eröffnung (Video) am 12. März 2016.

Von ganz unten. Soziale Plastik-Bodenseminar

Von ganz unten lädt Akteure aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, der Kunstwelt, aus zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie interessierte Gruppen jeder Art dazu ein, das Kultivieren von Boden und eine "Kultur des inneren Menschen" (Ernst F. Schumacher) zusammen zu denken. So erkundet das Seminar einen neuartigen Zugang zu Erde, der auf allen Arbeitsfeldern Zukunft schaffende Praktiken fördern kann. Partner und Stimmen zu Von ganz unten (PDF).
Seit Von ganz unten 2012 auf der ersten Global Soil Week in Berlin zu erleben war, ist das und.Institut Mitglied der National Support Group für die
Global Soil Week. Das 2015 von Gerd Wessolek bei oekom herausgegebene Buch Von ganz unten. Warum wir unsere Böden besser schützen müssen hat den Titel entlehnt und enthält eine ausführliche Beschreibung des Seminars.
 

Detail aus der Aktion "Metanoia" in
Von ganz unten
Foto: Rebecca Gasson

fair-handeln! Anstiftungen für zukunftsfähiges Handeln

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung erschien im Herbst 2016 das mehrfach ausgezeichnete Handbuch fair-handeln! auf Türkisch. Herausgegeben von Jaana Prüss, Kulturaktivistin und Vorstandsmitglied des und.Instituts, stiftet dieses "Hand- und Mitmachbuch" dazu an, in den konkreten Dingen des Alltags mit Herz, Hand und Verstand auf Zukunft schaffende Weisen aktiv zu werden. Die türkische Ausgabe ist ergänzt um Akteure und Initiativen aus Istanbul sowie um einen Beitrag von Korhan Gümüs zur Gezi-Park-Bewegung. 2015 zeichnete der Rat für nachhaltige Entwicklung das Buch als Werkstatt N Projekt 2015 aus - ein Qualitätssiegel für 100 zukunftsweisende Projekte bundesweit. Bereits in 2014 würdigte die Deutsche Umweltstiftung fair-handeln! als Umweltbuch des MonatsHier die Pressemitteilung des und.Instituts zum Erscheinen des Buchs im Mai 2014 und eine türkische Rezension des Kulturmagazins Salom. Mit Themen aus fair handeln! steht Jaana Prüss für Vorträge, Workshops und Aktionstage zur Verfügung. Zu den bisherigen Partnern hierbei zählen die Bundestiftung Naturschutz, das Eine-Welt-Netzwerk Bayern, die DeGrowth Konferenz Leipzig, die Commons Sommerschule und das Umundu Festival in Dresden.

fair-handeln! Buchcover 2016
Bestellungen über j.pruess@und-institut.de

fair-handeln!, Jaana Prüss in der Markthalle 9, Berlin 
Foto: Reinhard Burger

Forum Agenda

Das FORUM AGENDA  (2012-2016) ist ein künstlerisch transformativer Prozess, der mit der "inneren Notwendigkeit" (Wassily Kandinsky) verbindet - und von da aus befähigt, schöpferisch am Wandel hin zu einer ökologisch und sozial gerechteren Welt mitzuwirken.

"Das FORUM AGENDA bietet etwas heutzutage sehr Wertvolles: eine Gelegenheit, sich auf höchst aufmerksame, wertschätzende Weise und mit Blick auf die Welt einer für einen selbst bedeutsamen Frage, einem Gedanken, Thema oder inneren Bild zu widmen. Indem unterschiedliche Menschen das aus verschiedenen Perspektiven betrachten, wird das mitgeteilte Anliegen klarer und gestaltbarer." (Dr. Edgar Göll, Zukunftsforscher)

Partner des FORUM AGENDA war das Freie Museum Berlin. Im Zuge unseres Programms Erkundungsreisen in Kulturen der Lebendigkeit (seit 2015) hat das FORUM AGENDA sich in das Format Lebendigkeits-Werkstatt  weiterentwickelt. 

FORUM AGENDA 16
Foto: Rebecca Gasson

Zur inneren Dynamik des FORUM AGENDA. Zeichnung von Pantea Lachin.
Foto: Bernadette Schwelm.

 

Die wandelnden Gärten. Soziale Plastik-Werkstatt 

Im Kontext von Gemeinschaftsgärten und des urbanen Gärtnerns beinhaltet Die wandelnden Gärten (PDF) Ideen und Methoden, die helfen, selbst immer mehr zu wandelnden Gärten zu werden - wandelnd im doppelten Sinne von umher wandeln und verwandeln.

Zur Mitwirkung eingeladen sind alle, die auf ihrem jeweiligen Arbeitsfeld - ob Bildung, Wissenschaft, in zivilgesellschaftlichen Initiativen, in der Kunst oder der eigenen Lebenspraxis - nach neuen Quellen eines verlebendigenden Handelns suchen. Premiere hatten Die wandelnden Gärten 2012 mit dem Österreichischen Bundesamt für Erwachsenenbildung. Partner und Stimmen von Mitwirkenden (PDF).

"Die Welt als Garten", in
Die Wandelnden Gärten.
Foto: Rebecca Gasson

IN TRANSIT - Der Blick der Anderen

Im Rahmen des 5. Europäischen Monat der Fotografie zeigte das und.Institut in Berlin vom 17.10.-30.11.2012 den "Blick der Anderen". IN TRANSIT stellte sich der Herausforderung, Fotografie als dokumentarische, künstlerische und politische Beschreibung von Welt zu verstehen und als partizipatorisches Projekt in einem öffentlichen In-Transit Raum am Bahnhof Ostkreuz zu präsentieren. Die Kuratorin Jaana Prüss brachte Bilder professionell und künstlerisch arbeitender Fotografen in einen Dialog mit denen, die sich an einem Open Call beteiligten. Die Ausstellung präsentierte Sichtweisen auf aktuelle gesellschaftliche Fragen des Wandels und Situationen der Transformation. Das gesamte Projekt und die fotografischen Beiträge sind im Blog in transit foto dokumentiert. Dem Projekt gelang es, finanzielle Unterstützung via Crowdfunding zu erhalten. Mehr dazu hier.

Jens Beckmann, Transit #6, 2008

LOS-Lösung Fabrik-Talk aus dem Jahr 2022

"Wie werden wir seit 2014 gelebt haben?" Damit lud Jaana Prüss, Vorstandsmitglied des und.Instituts, am 3. Oktober 2014 zu einem "Fabrik-Talk" ins brandenburgische Luckenwalde ein. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Ausstellungsprojekts DIE DINGE 6 der GEDOK Brandenburg, kuratiert von Jaana Prüss, statt. Mitwirkende waren Prof. Harald Welzer (FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit), Dr. Phillip Ruch (Zentrum für politische Schönheit), Dr. Ute Scheub (Autorin, Cornelia Schlemmer (Künstlerin) sowie weitere Vertreter*innen aus Kunst und Politik.

Hutfabrik Luckenwalde
Foto: Monika Krenkel

Internationale Weimarer Sommerkurse

Seit seiner Gründung bis 2013 kooperierte das und.Institut mit den Internationalen Weimarer Sommerkursen. Unter Leitung von Hildegard Kurt - von 2004 bis 2009 gemeinsam mit Shelley Sacks - fanden alljährlich in Weimar Seminare zu Kunst und ästhetischer Bildung vor dem Horizont der Nachhaltigkeit statt. Wie nehme ich wahr? Auf welche Weise denke ich? Wie stehe ich in Beziehung zur Welt? Von solchen erkenntnistheoretischen Fragen aus wurden in diesen Kursen Formen eines vertieften Wahrnehmens, verlebendigten Denkens und eines Austauschs jenseits von Meinungen und Urteilen erkundet. Aus dieser "ästhetischen Praxis" können sich grundlegend neue Erkenntniswege öffnen - was dann immer wieder schon im Kurs selbst zu eigenen kreativen, Zukunft schaffenden Aktionen geführt hat. Mehr dazu hier.

Agents of Change and Ecological Citizenship

Soziale Plastik-Workshop im Juli 2011 an der Brookes University in Oxford, mit Shelley Sacks und Hildegard Kurt.
Das Social Sculpture Research Unit (SSRU) in der School of Arts der Brookes University in Oxford, GB, ist die weltweit erste Forschungseinrichtung zur Sozialen Plastik, mitbegründet und geleitet von der Künstlerin Shelley Sacks. 2012-2013 war Hildegard Kurt, Mitbegründerin des und.Instituts, dort als Senior Lecturer für Soziale Plastik tätig. Am SSRU gibt es einen Master-Studiengang für Soziale Plastik und ein Promotions-Programm. Im September 2011 veröffentlichte die Zeitschrift Oya unter dem Titel Soziale Plastik heute ein Gespräch zwischen Hildegard Kurt und Shelley Sacks zu den Aufgaben und Zielsetzungen des Forschungszentrums für Soziale Plastik in Oxford. 

James Reed, Agents of Change

Wachsen! Über das Geistige in der Nachhaltigkeit

Dieser 2010 erschienene Essayband von Hildegard Kurt geht auf ein Forschungsprojekt des und.Instituts zurück und wurde von der Altner Combecher-Stiftung für Frieden und Ökologie gefördert. Primär von der Kulturphilosophie und der Kunst aus erkundet das Buch Wege hin zu einem neuen, nicht mehr quantitativen, sondern qualitativen Verständnis von Wachstum. Wachsen! dokumentiert eine Spurensuche auf einem Terrain, das man die Rückkehr des Geistigen nennen kann - oder besser vielleicht ein Hinwenden zum Geistigen auf einer neuen Ebene: jenseits seiner Akademisierung in Geisteswissenschaften, jenseits des Dualismus der Neuzeit und jenseits eines romantisierenden Idealismus. Hier die Pressemitteilung des und.Instituts (PDF) zum Erscheinen des Buchs.

Heiligengeistschule Lüneburg. Eine wachsende Skulptur

Die Wachsende Skulptur Heiligengeistschule Lüneburg (2009), konzipiert von George Steinmann und Hildegard Kurt, wurde im September 2009 von der Deutschen UNESCO-Kommission als Offizielles Dekadeprojekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. Im Februar 2010 ging die erste Werkphase zu Ende. Die Ergebnisse finden Sie hier (PDF) und eine Pressemitteilung dazu hier (PDF).

Heiligengeistschule Lüneburg
Foto: George Steinmann

Komi. Eine wachsende Skulptur 1997-2006

Buchpublikation des und.Instituts gemeinsam mit dem Schweizer Künstler George Steinmann. Komi. Eine wachsende Skulptur (PDF) dokumentiert den fast zehnjährigen Werkprozess, in dessen Verlauf George Steinmann in der russischen Republik Komi ein "Zentrum für nachhaltige Forstwirtschaft" initiierte - als eine wachsende Skulptur. Die dreisprachige Publikation (dt., engl., russ.) mit zahlreichen Farbfotos und Videostills wurde unterstützt von der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und ist im März 2007 im Stämpfli Verlag, Bern, erschienen.

c u l t u r a 21. Kunst und Zukunftsfähigkeit im ländlichen Raum

wurde im Jahr 2002 initiiert. Die namentliche Übereinstimmung mit dem später gegründeten Netzwerk und Verein Cultura 21 ist zufällig. Das mehrjährige Programm c u l t u r a 21 schuf einen Rahmen, in dem die Situation ländlicher Räume als eine kulturelle Herausforderung verhandelt werden kann. Motor dieser Auseinandersetzung war primär die Kunst. c u l t u r a 21 bestand aus unterschiedlichen Modulen. Diese waren zum einen jeweils in sich geschlossen, zum anderen bauten sie aufeinander auf.

Module:

  • Ressource Kultur? Die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Entwicklung ländlicher Regionen Bundesweiter Workshop im November 2002 in Großenhain, Sachsen. Veranstalter waren das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Stadt Großenhain. Aus dem Workshop gingen Empfehlungen an das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft hervor.
  • Internationales Künstlersymposium cultura 21 im Sept./Okt. 2003 in Großenhain, Sachsen, mit Maja Bajevic (Bosnien-Herzegowina), Jackie Brookner (USA), Tim Collins / Reiko Goto (UK), Dellbrügge / De Moll (D),Till Krause (D), Susan Leibovitz Steinman (USA), Dirck Möllmann(D), Igor Sacharow-Ross (Russland-D), George Steinmann (CH) und Insa Winkler (D). Finanziert wurde das Symposium von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Kreissparkasse Riesa-Großenhain und der Stadt Großenhain.
  • Dresscode. How to dress in the countryside Farbcodierte Kleidung für den ländlichen Raum. 2003/2006. Ein Projekt von Dellbrügge & de Moll.
  • Das Eichelschwein: Unter Einsatz verschiedener künstlerischer Medien rückt die Künstlerin Insa Winkler Das Eichelschwein als attraktive Alternative zur agrarindustriellen Schweinezucht ins öffentliche Bewusstsein. Die Idee zu dem transdisziplinären Kunstprojekt entwickelte sie im Rahmen des "Internationalen Künstlersymposiums cultura 21" 2003 in Großenhain, Sachsen.